wie verstehe ich

die Bibel?

 

 

Da es sich ja um GOTTES Wort handelt, beeinflusst das Gottesbild in starkem Masse das Bibelverständnis, und daraus schlussendlich auch, ob ich die Bibel gerne lese oder nicht. Dies möchte ich mit den zwei folgenden Beispielen erläutern.

 

Es ist sehr interessant, wie man die genau gleichen Worte total verschieden aufnehmen kann. Nehmen wir mal die Worte „Es ist Morgen, Zeit zum Aufstehen!“. Je nach eigener Vorstellung und eigenen Erlebnissen kann diese Aussage komplett verschieden aufgenommen werden. Ist es die Mutter, welche die Vorhänge öffnet, um die Sonne herein zu lassen, wobei gleichzeitig der Duft von frischem Brot das Zimmer erfüllt? Oder ist es der Feldweibel im Militär, der einem in barschem Ton auffordert, endlich das warme Bett zu verlassen, um im kalten Morgennebel stramm zu stehen, während einem der Gestank von fünfzig gärenden Militärstiefeln in die Nase steigt? Obwohl es die genau gleichen Worte sind, kommen sie bei einem Zuhörer sehr positiv rüber, beim anderen hingegen überhaupt nicht.

Oder wie ist es mit den Worten „Achtung Kinder“? Ein Kind unter Gesetzlichkeit und Verdammnis wird annehmen, dass es da eine Gefahr gibt und es äusserst achtsam sein muss, keinen Fehler zu begehen um nicht in das Problem hinein zu geraten. Dabei sind die Worte gar nicht an das Kind gerichtet, sondern an die Autofahrer, welche sich in Acht nehmen sollen, was das Leben der Kinder sicherer macht. Beim ersten Mal wird das Kind unter Druck gesetzt, beim zweiten Mal vom Selben befreit.

 

Welches Bild hast Du also von Deinem Vater im Himmel? Ist es ein liebevoller, geduldiger und freundlicher Gott? Oder ist es ein fordernder, strenger Vater, der sich bereits ab einem kleinen Fehler tierisch aufregt? Je nach dem wirst Du die genau gleichen Worte sehr unterschiedlich interpretieren.

 

Folgende Bibelverse will ich persönlich als Grundlage für mein Gottesbild nehmen, und ich lade Dich ein, es ebenso zu tun:

 

Psalm 100,5 Denn reich an Güte ist der Herr, ewig währt seine Gnade (NGÜ)

Psalm 103,8 Barmherzig und gnädig ist der Herr, er gerät nicht schnell in Zorn, sondern ist reich an Gnade. (NGÜ)

Psalm 103,12 So fern, wie der Osten vom Westen ist, so weit schafft er unsere Vergehen von uns fort. (NGÜ)

Psalm 103,13 Wie ein Vater seinen Kindern voller Güte begegnet, so begegnet der Herr denen, die ihm in Ehrfurcht dienen. (NGÜ)

Psalm 103,17 Doch die Gnade des Herrn ist immer und ewig über denen, die ihm in Ehrfurcht dienen. (NGÜ)

Zefanja 3,17 Der Herr, Dein Gott, ist in deiner Mitte; er ist stark und hilft dir! Von ganzem Herzen freut er sich über dich. Weil er Dich liebt, redet er nicht länger über deine Schuld. Ja, er jubelt, wenn er an Dich denkt! (HFA)

Hebräer 1,3 Jesus ist das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit, der unverfälschte Ausdruck seines Wesens. (NGÜ)

Römer 8,32 Gott hat nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle gegeben. Und wenn Gott uns Christus gab, wird er uns mit ihm dann nicht auch alles andere schenken? (NLB)

1. Johannes 4,8 Gott ist Liebe

Römer 5,5 Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (SLT)

Galater 4,6 Und weil Du nun tatsächlich Sein Sohn bist, hat Gott den Geist Seines Sohnes in das innerste Zentrum deines Wesens (Herz) geschickt, der laut ruft: „Lieber Papa, mein Vater!“

1. Johannes 3,1 Schau und entdecke, was für eine wunderbare Art von Liebe der Vater Dir zur Verfügung gestellt hat, dass Du Kind und Nachkomme Gottes genannt und gerufen wirst! Und das bist Du auch!

 

Das Bild auf der Linken Seite sagt mehr als tausend Worte. Es ist ein Bild des Vertrauens, der Freude und der Einheit. Es besteht eine Verbindung zwischen dem Vater und dem Sohn. Er fühlt sich wohl in des Vaters Gegenwart. Man hört den Sohn förmlich rufen: „Papa, mein lieber Vater“. Wenn schon ein Vater von dieser Welt, mit seinen Schwächen und Fehlern seinen Sohn so sehr liebt und nur das Beste für ihn will, wird nicht unser Vater im Himmel uns noch viel mehr lieben und nur das Allerbeste für uns wollen? Und wird nicht unser himmlischer Vater sich von ganzem Herzen wünschen, das wir uns in seiner Gegenwart wohl fühlen, und zwar ohne zuvor einen ganzen Katalog von Bedinungen erfüllt zu haben?

 

Das Foto ist für mich auch ein Bild für die vorliegende Übersetzung. Es ist nicht perfekt, aber es strahlt sehr viel positive Energie, Echtheit, Zuversicht und Freude am Leben aus.

 

Ich bin überzeugt, dass es nicht Gottes Anforderung an uns ist, durch das Lesen der Bibel perfekt zu werden, sondern er will uns dadurch näher zu sich selbst führen, damit wir uns in seiner Gegenwart absolut wohl fühlen können, und unser Vertrauen in Ihn stetig wachsen kann. Wir müssen keine Angst davor haben, dass uns der Vater plötzlich fallen lässt.

 

Falls Du von dieser Übersetzung angetan bist, so ist Weitersagen durchaus erwünscht :-)

Wir schreiben über das Wort des Lebens in absoluter Fülle, welches der Ursprung war und von Anfang an existierte.

Dieses Wort, welches wir gehört und dadurch auch verstanden haben, welches wir mit unseren eigenen Augen gesehen und durch praktische Erfahrung kennengelernt haben

Dieses Wort, welches wir aufmerksam betrachtet und wahrgenommen haben, und mit unserer eigenen Händen berührt und gespürt haben.

Dieses Wort, auf welches wir uns fest konzentriert haben, wodurch wir von ihm stark beeinflusst wurden.

1. Johannes 1,1

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